{"id":105,"date":"2015-02-01T16:31:50","date_gmt":"2015-02-01T16:31:50","guid":{"rendered":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/?p=105"},"modified":"2015-02-04T10:25:28","modified_gmt":"2015-02-04T10:25:28","slug":"asche-auf-tomaten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/?p=105","title":{"rendered":"Asche auf Tomaten"},"content":{"rendered":"<p><em> Der Vulkan Sinabung bricht seit 2013 fast t\u00e4glich aus. Vor einem Jahr sind bei einer Eruption mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. F\u00fcr die Bewohner in Berastagi hat sich viel ge\u00e4ndert: Der friedliche Vertrag zwischen Mensch und Natur wurde infrage gestellt.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jono w\u00e4re vielleicht nicht mehr am Leben, h\u00e4tte er die Tour am Nachmittag gef\u00fchrt. Er hatte nur deshalb abgesagt, weil er bereits f\u00fcr den Vulkan Sibayak gebucht war. Am Morgen war in der kargen Felslandschaft nahe des Sinabung unterwegs gewesen. Der Vulkan wirkte ruhig. Das Brodeln der vergangenen Monate schien zur\u00fcckgegangen zu sein. Jono war deshalb nicht davon ausgegangen, dass der Vulkan am selben Tag noch ausbrechen w\u00fcrde, er h\u00e4tte der Anfrage f\u00fcr den Sinabung eigentlich zugestimmt. W\u00e4re da nicht schon die andere Tour gewesen.<\/p>\n<p>&#8222;I was lucky&#8220;, sagt der Tourguide heute, ein Jahr sp\u00e4ter. Am zweiten Februar 2014 war er mit einer deutschen Reisegruppe stattdessen auf dem inaktiven Vulkan Sibayak unterwegs, als es 15 Kilometer s\u00fcdwestlich im Sinabung wieder rumorte, als vernichtend hei\u00dfe Lava an die Oberfl\u00e4che dr\u00e4ngte, als der Vulkan Felsbrocken und gl\u00fchende Asche in die H\u00f6he schleuderte und den Tod f\u00fcr mindestens 17 Menschen brachte. Es war der schlimmste Ausbruch des seit 2010 wieder aktiven Vulkans bei Berastagi auf der indonesischen Insel Sumatra. Zum ersten Mal waren bei einem Ausbruch des Sinabung wieder Menschen ums Leben gekommen.<\/p>\n<div style=\"width: 631px;\" class=\"wp-video\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('video');<\/script><![endif]-->\n<video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-105-1\" width=\"631\" height=\"347\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Vulkan_Berastagi_360P1.mp4?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Vulkan_Berastagi_360P1.mp4\">http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Vulkan_Berastagi_360P1.mp4<\/a><\/video><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jono ist mit dem Leben davongekommen. Wenn er davon erz\u00e4hlt, wie er beinahe Touristen auf den Sinabung gef\u00fchrt h\u00e4tte, wie er den Ausbruch stattdessen aus sicherer Entfernung beobachtete, h\u00e4lt er oft inne. Dann verzieht er seinen Mundwinkel zu einem kurzen L\u00e4cheln, als wolle er der schicksalhaften Ironie Ausdruck verleihen. Die Toten waren Studenten aus Medan, die eine Tour zum Sinabung unternommen hatten.<\/p>\n<p><strong>&#8222;All the time we were living with the vulcano.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Bevor der Vulkan vor f\u00fcnf Jahren wieder erwachte, war der Sinabung f\u00fcr die rund 50.000 Einwohner in und um Berastagi mehr eine wertvolle Ressource denn eine Gefahr f\u00fcr ihr Leben: die kargen, unwirklich anmutenden Felsplateus auf den beiden Vulkanen brachten den Tourismus in das kleine Bergst\u00e4dtchen. Am Fu\u00dfe des Sibayak wurde 2000 ein W\u00e4rmekraftwerk in Betrieb genommen, das die Region mit umweltfreundlicher Energie versorgt. Und der fruchtbare Boden erm\u00f6glichte den Anbau von Kaffee, Orangen, Tomaten und Chili. &#8222;All the time we were living with the vulcano&#8220;, sagt Wawan, ebenfalls Tourguide aus Berastagi. &#8222;Then, suddenly, we realized, that there is also the possibility of an eruption.&#8220;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/d\/embed?mid=zlGH96Vzl-4I.ktHnTkZYFg_c\" width=\"640\" height=\"400\"><\/iframe><\/p>\n<p>Nach mehr als einem halben Jahrtausend regte sich 2010 einer der beiden Vulkane wieder. Der Sinabung brach einen Monat lang aus. Dann erlosch er f\u00fcr drei Jahre, bis er 2013 mit ungeahnter St\u00e4rke die umgebenden D\u00f6rfer mit Lava, Aschewolken und Felsbrocken beschoss und viele H\u00e4user, Moschen und Kirchen zerst\u00f6rte. &#8222;That was horrible&#8220;, sagt Wawan. Fast 30.000 Menschen mussten ihre D\u00f6rfer verlassen und in das sichere Berastagi fliehen &#8211; so wie Jono, der von seinem Geburtsort Kuta Tengah zu einem Freund nach Berastagi zog. Bis heute bricht der Sinabung fast t\u00e4glich aus. Bei ung\u00fcnstigem Wind k\u00f6nnen wegen der Aschewolke Flugzeuge im 70 Kilometer entfernten Medan manchmal nicht starten.<\/p>\n<p><strong>Die Zerst\u00f6rung<\/strong><\/p>\n<p>Die D\u00f6rfer in einem Umkreis von f\u00fcnf Kilometer um den Sinabung sind immer noch verlassen. Die Regierung hat das Wohnverbot hier noch nicht aufgehoben. Am Stra\u00dfenrand zeigen gr\u00fcne Hinweisschilder die &#8222;Evacuation-Route&#8220; an, die von den D\u00f6rfern nach Berastagi f\u00fchrt. Vulkanasche h\u00fcllt die Landschaft und die zerst\u00f6rten Hausfassaden in ein bedr\u00fcckendes Grau. Es wirkt, als habe jemand die S\u00e4ttigung zugunsten blasser Farben heruntergedreht. Vor einem zusammengekrachten Bambusdach stehen S\u00e4cke voller gesammelter Vulkanasche. Im Hintergrund Sinabung, heute schwach dampfend, als wolle er seine Beute bewachen, verhindern, dass jemand die D\u00f6rfer wieder aufbaut.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-105 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/?attachment_id=123'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06521-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06521-150x150.jpg 150w, http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06521-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/?attachment_id=124'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06516-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06516-150x150.jpg 150w, http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06516-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/?attachment_id=125'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06506-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06506-150x150.jpg 150w, http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06506-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/?attachment_id=126'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06495-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06495-150x150.jpg 150w, http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06495-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Von einem einst florierenden Kaffeefeld ist nur noch totes Gestr\u00fcpp geblieben, das aus einer faustdicken Ascheschicht ragt. Die Orangen an den B\u00e4umem daneben sind grau und verdorben. Die hei\u00dfe Ascheglut hat die B\u00e4ume und Gew\u00e4chse zerst\u00f6rt, der hei\u00df gewordene Boden und der regelm\u00e4\u00dfige Ascheregen machen Wachstum hier fast unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Auf einem Feld bei Kuta Tengah, rund f\u00fcnf Kilometer von dem Vulkan entfernt, pfl\u00fcckt Jono eine Tomate von einem Strauch. Das Feld geh\u00f6rt seinem Onkel, der vom Anbau der Tomaten und Chili lebt. Vor zwei Monaten durfte Jono wieder nach Kuta Tengah ziehen, nach Erlaubnis der Regierung. Er reibt die Tomate kurz mit der Hand ab. Die Asche geht nicht ab. &#8222;I have to wash it first&#8220;, sagt er und geht zu einem Eimer voll Wasser. Die Tomate schmeckt s\u00fc\u00df, ist saftig und nicht zu weich. Eigentlich eine gute Frucht. Kaufen will sie trotzdem kaum jemand. &#8222;Because of the ash&#8220;, sagt Jono. F\u00fcr ein Kilo Tomaten bekommt sein Onkel heute gerade mal 1.000 Rupiah, das sind ungef\u00e4hr sieben Cent. Vor dem Ausbruch war es das f\u00fcnffache. Die Kunden h\u00e4tten Angst, dass sie davon krank werden, sagt Jono. &#8222;But it&#8217;s no problem to eat them!&#8220;<\/p>\n<div id=\"attachment_120\" style=\"width: 641px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06548.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-120\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-120 size-large\" src=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06548-1024x575.jpg\" alt=\"Jono (links) auf dem Feld seines Onkels (rechts) mit dem Busfahrer Makmor (Mitte), bei dem Jono ein Jahr lang gelebt hat.\" width=\"631\" height=\"354\" srcset=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06548-1024x575.jpg 1024w, http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06548-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 631px) 100vw, 631px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-120\" class=\"wp-caption-text\">Jono (links) auf dem Feld seines Onkels (rechts) mit dem Busfahrer Makmor (Mitte), bei dem Jono ein Jahr lang gelebt hat.<\/p><\/div>\n<p>Jono verdient sein Geld als Guide f\u00fcr Trekkingtouren. Seit dem t\u00f6dlichen Sinabung-Ausbruch vor einem Jahr f\u00fchrt er Besucher nur noch auf den Sibayak. Doch die Besucherzahlen in Berastagi gehen zur\u00fcck, sagt Jono. An den Weihnachtsfeiertagen und Neujahr sei eigentlich Hochbetrieb in Berastagi. Vergangenes Weihnachten seien aber kaum Touristen gekommen. Einige Hotels h\u00e4tten sogar ganz schlie\u00dfen m\u00fcssen. Der pl\u00f6tzliche Sinabung-Ausbruch hat den stillen Vertrag zwischen den Vulkanen und der Bev\u00f6lkerung infrage gestellt. Er hat den Alltag umgekrempelt, das friedliche Nebeneinander zwischen Natur und Zivilisation aus dem Gleichgewicht gebracht.<\/p>\n<p><strong>Noch ein Vulkan?<\/strong><\/p>\n<p>Wawan glaubt, dass mit Erwachen des Sinabung auch die Aktivit\u00e4t des Sibayak zunimmt. Er ist oft mit Touristen auf dem noch inaktiven Vulkan unterwegs. Nach dem Sinabung-Ausbruch 2013 habe sich auch auf der Sibayak ver\u00e4ndert. &#8222;These holes appeared one day after Sinabung-eruption&#8220;, sagt er und zeigt auf einige fu\u00dfballgro\u00dfe L\u00f6cher im kiesigen Boden des Vulkangipfels. Dampf steigt aus den L\u00f6chern, davor k\u00f6chelt in einer kleinen Mulde Wasser. Manche Tourguides kochen darin Eier f\u00fcr Touristen. Aus Felsspalten, kaum f\u00fcnfzig Meter von dem kochenden Wasser entfernt, dringt hei\u00dfer Schwefeldampf und vernebelt die unwirkliche, karge Landschaft. F\u00fcr Wawan hat auch dieser Vulkan zu brodeln begonnen. &#8222;I hope, that it will not erupt&#8220;, sagt er.<\/p>\n<p>Die Menschen in und um Berastagi waren auf solch ein Szenario nicht vorbereitet. Erst 2013 wurde sieben Kilometer s\u00fcd\u00f6stlich des Vulkans das Zentrum f\u00fcr Vulkanologie und Katastrophenschutz eingerichtet. Dort werden die Vulkane Sinabung, Sibayak und Samosir (am Tobasee) beobachtet. Im ersten Stock sitzt Arif Kamyo, Elektroingenieur. Auf vier Computerbildschirmen flimmern seismographische Kurven und Webcambilder der Vulkane, daneben steht ein analoger Seismograph, der mit schwarzer Tinte die Aktivit\u00e4t des Sinabung niederschreibt. An den W\u00e4nden h\u00e4ngen Bilder, auf denen Lavastr\u00f6me zu sehen sind. Das j\u00fcngste ist gerade mal f\u00fcnf Tage alt.<\/p>\n<div id=\"attachment_127\" style=\"width: 641px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06466.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-127\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-127\" src=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06466-1024x575.jpg\" alt=\"Arif Kamyo arbeitet im Zentrum f\u00fcr Vulkanologie in Berastagi.\" width=\"631\" height=\"354\" srcset=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06466-1024x575.jpg 1024w, http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/DSC06466-300x168.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 631px) 100vw, 631px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-127\" class=\"wp-caption-text\">Arif Kamyo arbeitet im Zentrum f\u00fcr Vulkanologie in Berastagi.<\/p><\/div>\n<p>Arif misst die Aktivit\u00e4t der Vulkane. Aus den Daten berechnet er, welche Gebiete um den Vulkan wegen der Ausbruchgefahr unbewohnbar sind. Wie sich allerdings das Bedrohungsszenario entwickeln wird, kann Arif nicht prognostizieren. &#8222;The activity is still fluctuating&#8220;, sagt er. Eine gegenseitige Beeinflussung von Sinabung umd Sibayak kann er im Gegensatz zu Wawan nicht best\u00e4tigen.<\/p>\n<p><strong>Der Wiederaufbau<\/strong><\/p>\n<p>Die geflohenen Menschen m\u00fcssen weiter ausharren, warten auf die Entwarnung, wie sie Jono bereits erhalten hat. Nur einmal t\u00e4glich d\u00fcrfen sie f\u00fcr zwei Stunden in ihr Dorf zur\u00fcckkommen, um nach dem eigenen Haus zu sehen. Manche nutzen die Zeit, um die \u00dcberreste ihres einstigen Zuhauses beiseite zu schaffen. Manche, um die Asche aus den \u00fcbrigen Geb\u00e4uden zu kehren, um wieder Ordnung zu schaffen, nur f\u00fcr einen halben Tag. Die Asche wird wiederkehren. Nur zwei Geb\u00e4ude haben sie bisher an einer anderen Stelle wieder vollst\u00e4ndig aufgebaut: Die Moschee und die Kirche. Die Menschen haben Hoffnung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Der Vulkan Sinabung bricht seit 2013 fast t\u00e4glich aus. Vor einem Jahr sind bei einer Eruption mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. F\u00fcr die Bewohner in Berastagi hat sich viel ge\u00e4ndert: Der friedliche Vertrag zwischen Mensch und Natur wurde infrage gestellt.<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"btn btn-default\" href=\"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/?p=105\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":125,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105"}],"collection":[{"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=105"}],"version-history":[{"count":16,"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":130,"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/105\/revisions\/130"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/125"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=105"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/reiseblog.christianbasl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}